Credit Suisse: 1.5% Premium Zins bis Ende 2014

Nach einem Jahr Unterbruch lockt die Credit Suisse wie schon im 2012 (1.75%) und im 2011 (2.25%, das waren noch Zeiten) mit einem Premium-Zins von immerhin 1.5% Neukunden und Neugelder an. Wie gut beurteilt der FinanzFuchs dieses Angebot?

Auf den ersten Blick ist es sehr gut, wie immer hat es allerdings ein paar Tücken, die es zu vermeiden gilt. Aber zuerst zu den Fakten:

  • Berechtigt für die 1.5% sind Neugeldanlagen bei der Credit Suisse, welche auf dem Bonviva PremiumZins-Sparkonto angelegt werden
  • Diese müssen bis 30.06.2014 dort eingetroffen sein
  • Der Premium Zins gilt nur bis Ende 2014
  • Maxmial kann man eine halbe Million Franken zum Vorzugszins anlegen
  • Benötigt wird ein Bonviva Paket
  • Dieses Bonviva-Paket erhält man im ersten Jahr zum halben Preis
  • Mit diesem Bonviva-Paket entstehen weitere Vorteile, was den Vergleich erschwert

Zunächst einmal sind 1.5% ein sehr guter Zins. PostFinance beispielsweise hat den Zins für das E-Sparkonto (ehemals E-Depositokonto) Anfang 2014 von 0.5% auf 0.3% gesenkt. Das Angebot gilt allerdings nur für Neugelder. Wer also sein ganzes Barvermögen bei der Credit Suisse parkiert hat, profitiert nicht von diesem Angebot.
Und dann ist eben noch die Geschichte mit dem Bonviva Paket. Die Credit Suisse ist ja nicht gerade bekannt dafür, tiefe Gebühren zu haben. Auf Anfang 2014 sind z.B. die Gebühren für die Kontoführung (50 Franken) und die Maestro-Karte (neu 60 Franken) erhöht worden. Dann kosten ja seit längerem auch die Bargeldbezüge an „fremden“ Bancomaten wieder Geld. All das spart man sich mit dem Bonviva-Paket. Wobei sparen das falsche Wort ist, denn schon das günstigste Paket (Bonviva Silver) kostet 180 Franken im Jahr. Doch dieses wiederum erhält man im ersten Jahr zum halben Preis. Zudem gibt es noch kostenlos zwei Kreditkarten von MasterCard und American Express hinzu (diese erhält man zwingend, auch wenn man sie nicht benötigt), mit denen man dann noch Prämienpunkte erhält.
Für einen kurzfristigen Optimierer wie den FinanzFuchs lohnt es sich, ein Bonviva-Paket Silver abzuschliessen und im Gegenzug die etwas höheren Gebühren zu sparen und vor allem von den höheren Zinsen zu profitieren. Denn was auch noch hinzukommt sind die höheren Zinsen auf dem Privatkonto (0.25%, das ist sehr viel, normale Kunden erhalten nur 1/10 davon, nämlich 0.025%).

Die Meinung vom FinanzFuchs und wie er es gemacht hat

Insgesamt ist das Angebot zumindest bis Ende 2014 sehr gut. Allerdings ist die Koppelung mit dem Bonviva-Paket mühsam und das Ganze wirkt am anfang sehr unübersichtlich und undurchschaubar. Aber egal, der FinanzFuchs hat es für sich durchgerechnet und folgendes gemacht: Bonviva-Paket Silver gekauft, die zwei Kreditkarten in den Safe gelegt (wird er vermutlich nie benutzen, er hat ja schon die Gratis-Produkte von Migros und Coop), Geld vom PostFinance E-Sparkonto hin zum Credit Suisse Premiumzins Sparkonto überwiesen (und die Frau dazu überredet, dasselbe zu tun), im Kalender für Juni 2014 einen Reminder gesetzt um a) allfällig noch etwas mehr Geld zur CS zu überweisen und b) vorsorglich den ganzen Bestand auf dem Sparkonto bei der CS auf 31.12.2014 zu kündigen, weil Beträge über 50’000 Franken einer 6-monatigen Kündigungsfrist unterliegen.
Und Ende 2014 wird er entscheiden, wie es weitergeht. Im Moment sieht es aber so aus: Auch wenn der FinanzFuchs kein Fan der Gebührenpolitik der Credit Suisse gegenüber Kleinsparern ist, die aktuellen normalen Zinsen ausserhalb der Aktion mit dem Bonviva Paket (0.4% auf dem Sparkonto, 0.25% auf dem Privatkonto) sind besser als diejenigen beim bisherigen, langjährigen Favoriten PostFinance (0.3% und 0.05%). Aber in 9 Monaten kann sich noch viel ändern.
 

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